Faszination Tierwelt  

Das Schnabeltier
kein Konstruktionsfehler!
Das australische Schnabeltier sieht wie eine kunterbunte Zusammenstellung aus Entenschnabel, Biberschwanz, Otterfüßen, Bärenfell und Krokodilklauen aus. Es sieht vielleicht wie eine zufällig zusammengeworfene Mischung verschiedenster Tier-Teile aus, aber es ist kein Konstruktionsfehler!
Das 45cm lange Schnabeltier verbringt den halben Tag an Land und den Rest des Tages im Wasser. Es lebt in seinem Bau immer in der Nähe eines frischen Wasserlaufs oder eines Sees. Das Schnabeltier gibt es nur an der Ostküste Australiens und auf der Insel Tasmanien.

Schnabeltiere machen sich zwei Baue: einen für die Ruhezeit und einen für die Brütezeit. Die kleinen Baue zum Ruhen werden normalerweise unter Baumwurzeln errichtet. Das Weibchen gräbt dort einen langen Nestbau, sobald es bereit ist, Eier zu legen. Gott gab ihr die Fähigkeit, den Bau vor Flutwasser sicher zu machen: sie gräbt den Eingang so, dass es zuerst steil nach oben geht. Außerdem baut sie mehrere Schutzwände so in ihre Höhle hinein, dass ihre Feinde (Hunde, Katzen, Füchse und Schlangen) denken, dass sie in eine Sackgasse geraten sind und ihre Jagd aufgeben.
 
 
So kommen Schnabeltiere zur Welt
Zwischen August und Oktober legt das Weibchen ein bis drei Eier mit ganz weicher Schale. Jedes ist ungefähr 2,5 cm groß ist. Diese klebrigen Eier hängen an dem Bauchfell der Mutter und sie hält sie zusätzlich mit ihrem flachen Schwanz dort geborgen. Um auszuschlüpfen verwendet das Kleine den „Eierzahn“ auf seinem Schnabel. Damit öffnet es die ledrige Schale. Ohne Fell und blind hält sich das Kleine mit seinem Schnabel am Fell der Mutter fest. Gottes Erfindung ist es, dass die eisenhaltige Milch von den Drüsen tropft, sodass die ausgeschlüpften Jungen sie aus dem Fell der Mutter herauslecken können. Nach vier Monaten sind die Jungen schon fast so groß wie ihre Mutter. Mit sechs Monaten ist das Schnabeltier fähig, für sich selbst zu sorgen.

Ein Meister im Tauchen und Schwimmen
Das Schnabeltier ist ein Meister im Tauchen und Schwimmen und es ist ein vortrefflicher Unterwasserjäger. Nachdem das Schnabeltier den ganzen Tag im Bau geschlafen hat, verbringt es die Nacht mit Jagen. Während des Tauchens verdecken große Augenlider seine Augen und Ohren! (Die Ohren befinden sich in einer Senke direkt hinter den Augen.)
 
Der Schnabel - eine Hightech-Anfertigung speziell für Schnabeltiere.
 
Der Entenschnabel, der aussieht, als sei er an das falsche Tier geraten, ist tatsächlich „High tech“. Er ist ein von Gott erstaunlich gut konstruierter „Essensdetektor“. Auf der Innenseite des Schnabels befinden sich 850.000 kleine Vertiefungen. Einige davon sind darauf ausgerichtet, zu erkennen, ob das Gefundene genießbar ist oder nicht. Andere sind wie Sensoren, die elektrische Schwingungen erkennen können. Die Schwingungen kommen von Krabben, Würmern, Flusskrebsen, Insekten und kleinen Fröschen. Jede Nacht nimmt das Schnabeltier etwa ein halbes Kilo Nahrung zu sich. Zu Zeiten, wenn das Jagen nicht möglich ist, ernährt sich das Schnabeltier von den Fettreserven, die es in seinem Bieberartigen Schwanz trägt.
 
Wer hat dieses wunderbare Tier erfunden? Es ist Gott, der beste Erfinder.
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